Allianz Stiftungsforum Pariser Platz
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Der 40. Pariser Platz der Kulturen am 10.12.2013 im Allianz Forum widmete sich dem 50. Jubiläum des Theatertreffens.

Berlin, 10.12.2013
  Illustratives Bild
Es handelt sich um ein Festival, welches von der Kulturinstitution „Berliner Festspiele“ organisiert wird. Barbara Burckhardt führte durch das Gespräch mit dem Regisseur Herrn Hans Neuenfels, dem Intendant der Berliner Festspiele Herrn Thomas Oberender, und der Schauspielerin Frau Wiebke Puls. Gemeinsam wagten sie einen Rückblick auf die Geschichte des Theatertreffens und erzählten von ihren persönlichen Erfahrungen.
Herr Neuenfels bedauerte, dass in den 70er Jahren das Treffen nicht ausreichend als Plattform genutzt werden konnte. Vor allem hätte es daran gelegen, dass die finanzielle Lage dies nicht hergab. Heute freut er sich über die unermesslichen Input den man durch diese Veranstaltung bekommt. Ein weiterer Aspekt war die Veränderung des Theatertreffens nach dem Fall der Berliner Mauer. Herr Neuenfels bezeichnete diesen Moment als das „wichtigste Element für die Stadt“. Sie führte nämlich dazu, dass sich die Theaterszene mischte.  
Es bildeten sich Gruppen, die den Kreativitätsfluss weiter entwickelten. Allerdings erzeugte sie auch einen enormen Konkurrenzkampf. Herr Oberender gestand ein, zunächst das Theatertreffen während seiner Zeit als Student nicht wahrgenommen zu haben. Erst als sich die Theaterwelten begannen mit tiefen Ernst und Pathos zu befassen, bemerkte er den Einfluss, den das Theatertreffen in den 90ern begann auf die Bühnen einzunehmen. Diesen Wandel charakterisierte er als „unbekannt“ und „skandalös“ zur damaligen Zeit. Des Weiteren ging es in dem Gespräch über die Entwicklung des Mitspracherechts am Theater zwischen den einzelnen Akteuren. Frau Puls stellte fest, dass der Regisseur weiterhin und vor allem berechtigt die führende Rolle in der Theaterproduktion übernehme, sodass der Gestaltungsspielraum eines Schauspielers weiterhin begrenzt sei. Allerdings verstünden sich heute die Schauspieler als „selbstbestimmtes Mitglied“ unter einer „demokratischen Leitung“. Ihren Gestaltungsspielraum fänden die Akteure in der Schauspielerei.
Im Anschluss gab es einen Empfang im Staffelgeschoss des Forums, bei dem sich die Gäste weiter über die Geschichte des Theatertreffens austauschen konnten.

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