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Achim Freyer, als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner ebenso erfolgreich wie als Maler und Bildhauer, ist einer der vielseitigsten Künstler Deutschlands. Mit dem langjährigen Dramaturgen des Berliner Ensembles Hermann Beil verbinden ihn viele Jahre gemeinsamer Theaterarbeit. Beim „Pariser Platz der Kulturen“ am 18. November im Allianz Forum sprachen sie mit der Autorin und Theaterkritikerin Ulrike Kahle-Steinweh.

Berlin, 18.11.2015
  Illustratives Bild
Achim Freyer, als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner ebenso erfolgreich wie als Maler und Bildhauer, ist einer der vielseitigsten Künstler Deutschlands. Mit dem langjährigen Dramaturgen des Berliner Ensembles Hermann Beil verbinden ihn viele Jahre gemeinsamer Theaterarbeit. Beim „Pariser Platz der Kulturen“ am 18. November im Allianz Forum sprachen sie mit der Autorin und Theaterkritikerin Ulrike Kahle-Steinweh.
Ein kurzer Film, der anlässlich der Verleihung des Nestroy-Preises Anfang November in Wien an Achim Freyer für sein Lebenswerk gedreht wurde, gab zu Beginn der Veranstaltung einen Einblick in seine künstlerische Arbeit. Diese kann man u.a. in seinen Theaterstücken oder auch in Form seiner Bilder und Skulpturen in seinem Kunsthaus in Berlin begutachten, in dem auch die unlängst gegründete Achim  Freyer-Stiftung ihren Sitz hat. Beim 47. Pariser Platz der Kulturen konnten die Gäste nun diesen mit 81 Jahren noch immer vor Lebensenergie und Inspiration sprühenden Künstler live auf der Bühne erleben. Weiterer Gesprächspartner der von Ulrike Kahle-Steinweh moderierten Veranstaltung war Hermann Beil, der wohl bekannteste Dramaturg der deutschsprachigen Theaterlandschaft und bekannte Rezitator, wovon er an diesem Abend auch eine Kostprobe mit einem Text gab, den er über Achim Freyer geschrieben hatte. Ihre langjährige Zusammenarbeit am Theater war auf der Bühne zu spüren, sie ergänzten sich in vielen Punkten, ja wirkten fast wie ein altes Ehepaar der Theaterszene, obwohl sie sich – ganz theaterunüblich und sehr zum Erstaunen des Publikums - nach über 30 gemeinsamen Arbeitsjahren noch immer per Sie ansprechen – was beide als eine besondere Respektsbekundung für den anderen bezeichneten.
So gab die Veranstaltung tiefere Einblicke in das künstlerische Schaffen von Achim Freyer, dem Meisterschüler Bertolt Brechts. Er erzählte von einschneidenden Ereignissen seiner Kindheit in der DDR. Gemeinsam schilderten Achim Freyer und Hermann Beil die Entstehungsgeschichten einiger ihrer Inszenierungen, berichteten über Quellen ihrer Inspiration, betitelten den Theaterbetrieb humoristisch als „Klaubetrieb“ und gaben die eine oder andere Anekdote aus ihrer Zusammenarbeit zum Besten. In seiner Kunst legt Achim Freyer Wert darauf, dass sie die Menschen bewegt und zum Mitdiskutieren bringt. Dazu hatten die Gäste dann ausreichend Gelegenheit beim anschließenden Empfang .

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