Allianz Stiftungsforum Pariser Platz
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Anlässlich des Welttags der Menschen mit Behinderungen lud die Christoffel-Blindenmission in Kooperation mit dem Allianz Stiftungsforum am 03. Dezember zu einer Diskussionsrunde ein. Den thematischen Schwerpunkt bildete die UN-Post-2015 Agenda. Einstimmig wurde gefordert: „Wir dürfen bei der Umsetzung und Erreichung der Ziele Menschen mit Behinderung nicht vergessen!“

Berlin, 03.12.2014
  Illustratives Bild
Wie kann es gelingen, gemeinsam eine Gesellschaft zu schaffen, in der jeder Mensch so leben kann, wie er ist und wie er will? Mit dieser Frage beschäftigten sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur und verdeutlichten  - „Inklusion geht uns alle etwas an“ (Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und zwölffache Goldmedaillen-Gewinnerin bei den Paralympics).
Das Thema Inklusion ist im Bewusstsein der Bevölkerung angekommen. Auch die deutsche Politik ist auf einem guten Weg die Thematik gesamtgesellschaftlich voranzutreiben – jedoch müsse Deutschland seine Vorreiterrolle in der EU nutzen, um der Bedeutung von Inklusion weltweit Nachdruck zu verleihen, merkte Hans-Joachim Fuchtel, Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hierzu an.
Dass Menschen mit Behinderung in vielen Teilen der Erde alles andere als integriert sind, verdeutlichte Donatilla Kanimba Mukandera, Direktorin der ruandischen Selbsthilfeorganisation RBU (Rwanda Blind Union), eindrucksvoll: 90 Prozent aller Kinder mit Behinderung haben in Ruanda keinen Zugang zur Schule und werden von der Gesellschaft abgegrenzt.
Es ist deshalb unbedingt notwendig, die Anliegen behinderter Menschen in der neuen UN-Post-2015-Agenda als Querschnittsaufgabe zu verankern, forderte Dr. Rainer Brockhaus, Geschäftsführer der CBM.
Wie gut Inklusion in der Wirtschaft funktionieren kann, verdeutlichte Olaf Guttzeit, Arbeitgeberbeauftragter für die Belange schwerbehinderter Menschen bei Boehringer Ingelheim. Er sprach sich dafür aus, den für Deutschland typischen Defizitansatz zu überwinden – „jeder Mitarbeiter muss entsprechend seiner Potenziale und Kompetenzen im Unternehmen eingesetzt und gefördert werden.“ Auch für die Allianz als globales Unternehmen spielt Inklusion unter dem Gesichtspunkt Diversity eine herausragende Rolle.
Am Ende der Veranstaltung blieb der Wunsch, Inklusion als Chance und nicht als Belastung für alle zu begreifen. Nur so kann eine Gesellschaft entstehen, in der jeder Mensch sein Leben nach seinen Vorstellungen selbst gestalten kann.

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