Allianz Stiftungsforum Pariser Platz
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Am 1. November 2013 fand die Veranstaltung "Kultur trifft Umwelt" mit dem bekannten Bassbariton Thomas Quasthoff und dem Klimaforscher Prof. Dr. Dr. h.c. Schellnhuber statt.

Berlin, 01.11.2013
  Illustratives Bild
Am 1. November 2013 lud das Allianz Stiftungsforum Pariser Platz gemeinsam mit der NaturTonStiftung  zum Gesprächsabend „Kultur trifft Umwelt“ ins Allianz Forum ein. Ziel dieser Veranstaltung war es, sich mit unserer Verantwortung für die  Umwelt und der Frage auseinander zu setzen, was ein lebendiger Dialog zwischen Kultur und Wissenschaft hierzu beitragen kann. Erfreulicherweise folgten dieser Einladung mehr als 300 Personen.
Als Vertreter der Kultur forderte der Bassbariton Thomas Quasthoff, dass ein Jeder Verantwortung übernehmen müsse, zumal die Politik dies scheinbar nicht schaffe. Auch in den Medien werde das Thema bedauerlicher Weise stiefmütterlich behandelt. Er kritisierte, dass die Folgen des Klimawandels eine der größten Bedrohungen unserer Zeit darstellen würden und dennoch dieser Problematik kaum Beachtung geschenkt würde. Als Ursache stellte Quasthoff fest, dass sich das Thema Umwelt nicht gut vermarkten ließe und schließlich einer journalistischen Konjunkturschwankung unterliege. Dem stimmte Herr Prof.  Hans Joachim Schellnhuber, renommierter Klimaforscher und  Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung, zu. Als Vertreter der Wissenschaft fügte er – mit Blick auf die USA, Japan und China gerichtet – hinzu, dass wir uns in einer gigantischen Verdrängungsphase befänden. Die verheerenden Konsequenzen des Klimawandels ließen sich beispielsweise in der Meereserwärmung oder der Erwärmung der Atmosphäre nachweislich verfolgen. Doch Quasthoff und Schellnhuber waren sich einig, dass die Menschen leider alles Unangenehme nur ungern zur Kenntnis nehmen würden.
Am Ende des Gesprächs stand die Frage nach Lösungsansätzen. Quasthoff erklärte, dass seiner Meinung nach die Liebe der Schlüssel zur Lösung vieler Probleme sei, insbesondere die Liebe zur Kunst. Denn oftmals seien es gerade die Künstler, die eine moralische Instanz darstellten. Schellnhuber betonte, dass unsere Welt gerade jetzt Helden brauche und nicht erst dann, wenn alles bereits vorbei sei.
Der Dialog wurde von dem beeindruckenden Appollon-Trio der Staatskapelle Berlin musikalisch begleitet. Sie intonierten unter anderem eine musikalische Collage – bestehend aus Gershwins „Rhapsody in blue“, einer Solosonate von Hindemith und Schumanns „Märchenerzählungen“ –und sorgten für einhellige Begeisterung bei den Gästen.
Der Abend erwies sich als eine harmonische Komposition zwischen Kunst und Wissenschaft.

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