Allianz Stiftungsforum Pariser Platz
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In der bis auf den letzten Platz gefüllten Berliner Repräsentanz am Pariser Platz wurde am 1. Oktober in Anwesenheit von viel bundespolitischer Prominenz der Theodor-Wanner-Preis des Instituts für Auslandsbeziehungen in Kooperation mit dem Allianz Stiftungsforum an Carla del Ponte, die ehemalige Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag, verliehen.

Berlin, 01.10.2010
  Illustratives Bild
Jutta Limbach, die als erste Präsidentin dem Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe vorstand und anschließend als Präsidentin das Goethe-Institut leitete, hielt vor einem begeisterten Publikum eine durch ihren Geist und Witz beeindruckende Laudatio. Sie ehrte damit eine Preisträgerin, die sich durch ihr kompromissloses Vorgehen gegen die Kriegsverbrecher auf dem Balkan und die Verantwortlichen des Völkermords in Ruanda international einen herausragenden Ruf erworben hat. Dementsprechend groß war das Interesse an der Veranstaltung. Besonders gerührt zeigten sich die Gäste durch die Übergabe des Preisgelds von Carla del Ponte an die Schwester des ermordeten italienischen Ermittlungsrichters Giovanni Falcone, der gegen organisierte Kriminalität und mafiöse Strukturen kämpfte und 1992 bei einem Bombenanschlag ums Leben kam. Er hatte bei der Verfolgung grenzübergreifender Verbrechen eng mit Carla Del Ponte zusammengearbeitet, die das Preisgeld der nach ihm benannten Stiftung spendet.
Die Resonanz auf den Abend war bei den Gästen durchweg begeistert. Viele zeigten sich in persönlichen Gesprächen  auf dem Empfang in den Suiten der Repräsentanz beeindruckt durch die Begegnung mit drei starken Frauenpersönlichkeiten. Musikalisch umrahmt wurde der außergewöhnliche Abend von einem Jazz-Duo, das 2010 mit dem begehrten Musikpreis Echo ausgezeichnet wurde.
Das Institut für Auslandsbeziehungen zeichnet mit dem Theodor-Wanner-Preis Persönlichkeiten aus, die durch ihr wissenschaftliches, soziales, gesellschaftspolitisches, künstlerisches oder unternehmerisches Engagement Herausragendes für den Dialog der Kulturen geleistet haben. Der Preis, der 2009 ebenfalls in der Allianz-Repräsentanz erstmals vergeben wurde, wurde zum zweiten Mal in Kooperation mit dem Allianz Stiftungsforum am Pariser Platz verliehen.

Preisträger des vergangenen Jahres war Daniel Barenboim, die Laudatio hielt der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer.

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